[Rezension] Das Licht von Aurora - Anna Jarzab

10/30/2015

Quelle des Bildes
Titel: Das Licht von Aurora
Originaltitel: Tandem
Autorin: Anna Jarzab
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 448 Seiten
Preis: 17,95€
Genre: Roman
Reihe: Band 1 der Aurora-Reihe
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2015
Verlag: Loewe
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Reihenfolge der Aurora- Reihe
1. Das Licht von Aurora
2. Tether (noch nicht auf deutsch erschienen)
3. unbekannter Titel (noch nicht auf deutsch erschienen)


Das Cover
Dieses Cover ist wirklich unglaublich schön. Es passt wirklich toll zum Inhalt des Buches und gerade die Polarlichter gefallen mir sehr gut. Allerdings muss ich sagen, dass mich dieses Cover nicht so krass umhaut, wie es anscheinend bei ganz vielen anderen Lesern der Fall ist.
Kurz hinzufügen möchte ich, dass mir auch die Aufmachung des Buches gefällt. Die Schrift ist zwar etwas kleiner, aber ich mag die einleitenden Seiten, auf denen " x Tage" oder "Erde" steht.

Worum geht’s?
Viele Welten.
Zwei Leben.
Eine ganz große Liebe.


Sasha, die Parallelwelten für reine Erfindung hielt, findet sich plötzlich in einer solchen wieder. Um einen Krieg zwischen zwei Königreichen zu verhindern, muss sie in die Rolle der Kronprinzessin schlüpfen, die wie vom Erdboden verschluckt ist. Sehr bald fühlt sie sich nicht nur zwischen den verschiedenen Welten hin- und hergerissen, sondern auch zwischen zwei Männern, die beide um ihr Herz kämpfen ... (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass der Klappentext ein wenig irreführend ist. In diesem Buch geht es nämlich relativ wenig und eher dem Ende entgegen um die „große Liebe“. Klar dieses Thema ist immer unterschwellig mit dabei und wird auch immer wieder erwähnt, aber ist nicht der Haupthandlungsstrang in diesem Buch. Ich hatte selber ein bisschen die Befürchtung, es wäre vielleicht so ein alles-dreht-sich-um-Liebe-Buch, war es aber nicht und das hat mir wirklich gut gefallen. Die Liebesgeschichte war gut kompensiert, man bekam nicht zu viel und nicht zu wenig davon. 
Fangen wir aber von vorne an, denn die ersten hundert Seiten waren für mich nicht sehr fesselnd. Gemerkt habe ich dies,durch das ständiges Abschweifen meiner Gedanken. Dem hinzu kommt, dass ich viele Fragen hatte, die anfangs nicht beantwortet wurden. Wer zum Beispiel ist Thomas? Wer sind Libertas? Wo ist diese Juliana? Was war das mit Grant? An sich ist es ja nicht schlimm, wenn ein Buch Fragen aufwirft, aber irgendwie hat mir das den Lesespaß genommen, da ich einfach nicht wusste, wo oben und wo unten ist.
Diese Fragen werden dann plötzlich in kürzester Zeit geklärt und man findet sich als Leser dann doch recht gut in die Geschichte ein. Schnell wird klar, dass in diesem Buch viel über die dortige Politik geschrieben wird. Durch diese und auch durch die allgemeine gesellschaftliche Lage, kommt es erst zur generellen Handlung bzw. Idee des Buches. 
Die Übernahme von Julianas Leben durch Sasha, fand ich wirklich toll. Auch, wenn die Idee nichts neues ist, gefiel sie mir. Sasha gewinnt schnell an Tiefe und der Leser lernt sie gut kennen. Man ist gespannt, wie sie ihre Aufgaben meistert und ob sie auffliegt. 
Durch die kurzen Kapitel über Thomas, lassen auch den anfangs undurchsichtigen Charakter immer mehr an Tiefe gewinnen. Man merkt, dass er ein wirklich herzensguter Mensch ist und seine Absichten wirklich absolut positiv sind. Diese kurzen Kapitel, welche es übrigens auch von Juliana gab, brachten ein wenig Abwechslung in die Geschichte, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Allgemein lässt sich sage, dass die Autorin ihre Charaktere gut beschrieben hat. Mir fiel es mehr als nur leicht, die Charaktere visuell, vor meinem inneren Auge, zu gestalten. Dabei gab es von süß und niedlich bis hin zu kalt und intrigant, wirklich alles.
Mindestens genau so gut, wie auch genial, ist das Paralleluniversum Aurora. Ich liebe nicht nur den Namen, sondern auch diese wunderbaren Polarlichter am Himmel. Die Vorstellung dieses Naturspektakels Nacht für Nacht, war unglaublich schön. Aurora steht zwar vor einem beginnenden Konflikt, aber auch das gefiel mir gut. Durch die gezielte Beschreibung der Autorin, konnte ich nicht nur die Sache mit den Paralleluniversen verstehen, sondern mir auch das Setting, wie den Palast und andere Handlungsorte gut vorstellen.
Teilweise lässt sich dieses Buch in bestimmten Handlungssträngen leicht durchschauen. Beispielsweise wer sich in wen verliebt, oder die „Sache“ mit dem König. Dadurch entstehen gerade im Mittelteil Längen, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Dennoch gibt es gerade zum Ende hin Wendungen, die ich als Leser nicht erwartet hätte. Diese Wendungen greifen sogar so tief in die Geschichte, dass sie diese mehrfach in ein nicht absolut neues, aber ein anderes Licht rücken. 

Mein Fazit
Das Licht von Aurora ist ein empfehlenswertes Buch.
Durch die tolle Beschreibung der Autoren, lassen sich Charaktere und Setting leicht erfassen. Die Charaktere sind nicht nur abwechslungsreich, sondern erfahren auch zunehmend an Tiefe. Durch teilweise unerwartete Wendungen, gewinnt das Buch an Spannung und kann damit die Längen des Mittelteiles ausgleichen. Dazu gibt es eine toll ausgedachte Welt und eine niedliche Liebesgeschichte. 
Alles in allem hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen, aber komplett vom Hocker gehauen, hat es mich nicht. Trotzdem absolut verdiente 4 Sterne!

An dieser Stelle bedanke ich mich beim Loewe Verlag , für die Bereitsellung dieses Rezensionsexemplares.

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