[Rezension] Marie Lu - Young Elites. Die Gemeinschaft der Dolche

1/24/2017

Originaltitel: The Young Elites
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: 18,95€
Genre: Fantasy
Reihe: Band 1 der „Young Elites“ -Trilogie
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Verlag: Loewe

    
1. Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
2. Young Elites - Das Bündis der Rosen (Herbst 2017)
3. Midnight Star


Nach Legend taucht Bestsellerautorin Marie Lu mit ihrer neuen historischen Fantasy-Reihe Young Elites in eine Welt voller Magie ein und zeigt eine Heldin, die zwischen Liebe und Dunkelheit gefangen ist.

Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

X-Men meets Die rote Königin: Eingebettet in eine märchenhafte Welt, die an das Venedig der Renaissance erinnert, erzählt Spiegel-Bestsellerautorin Marie Lu die Geschichte von Adelina, einer sehr komplexen Heldin, die zunehmend von der rachgierigen Dunkelheit, die sie in sich trägt, übermannt wird. Ob ihre Liebe zu Prinz Enzo sie retten kann? Nach dem New York Times-Bestseller Legend der grandiose Auftakt zu einer neuen originellen und actionreichen Fantasy-Trilogie der Autorin.

„Die Gemeinschaft der Dolche“ ist der erste Band der Young Elites-Trilogie.

Idee: Typische Jugendbuch-Idee. Ein Mädchen wird auf irgendeine Weise ausgestoßen, weil sie anders ist als der Großteil der Gesellschaft und entdeckt dann, dass sie eigentlich eine unglaublich immense Kraft hat. Natürlich findet sie dann auch noch andere Verbündete und erlernt dadurch erst, wie viel Macht sie eigentlich besitzt. 

Setting: Die Geschichte spielt in einer Welt, die tatsächlich an das Venedig der Renaissance erinnert. Ich habe mir die Welt teilweise auch wie in Game of Thrones vorgestellt und ihren somit ihren ganz eigenen Hauch gegeben. Mir persönlich hat diese einfach gehaltene Welt aber unglaublich gefallen, weil Lu es geschafft hat, die Schauplätze nicht nur sehr ansprechend zu gestalten, sondern auch die Geschichte perfekt und passend darum herum zu bauen. Hat mir sehr gefallen!

Handlung: Anfangs war ich unglaublich gefesselt und direkt in der Geschichte gefangen. Ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist und warum Adelina in genau dieser Situation steckt. Auch der weitere Verlauf der Geschichte konnte mich sehr faszinieren und die Seiten flogen nur so dahin. 
Sobald Adelina dann aber zur Elite kommt, stellt sich für mich die Spannung und das unglaubliche Sog-Gefühl ein kleines wenig ein. So wirklich viel passiert nicht mehr und die Handlung kommt etwas zäh und gezogen rüber. Ich hatte weiterhin viel Spaß beim Lesen, keine Frage, aber rückblickend ist da einfach nicht wirklich viel passiert. 
Natürlich gab es immer mal wieder Höhepunkte, bei denen die Geschehnisse sich dann überschlugen und ordentlich Spannung dabei war, jedoch war mir das irgendwie ein kleines bisschen zu wenig. 
Zum Ende hin nahm die Geschichte dann aber doch wieder ordentlich Fahrt auf und die letzten 100 Seiten konnten mich wieder genauso fesseln, wie schon die ersten 100. Besonders gefallen hat mir hier, wie die Protagonistin gehandelt hat und was alles über die Beziehung zwischen Elite und Adelina herauskam, denn das war meiner Meinung mal was anderes, als wie man es normalerweise gewohnt ist. 

Charaktere: Adelina ist eine komplett neue Idee von  Protagonistin. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, in dem die Hauptperson solch böse und dunkle Züge hatte, wie in diesem. Tendenziell hat mir das unglaublich gut gefallen, da es sehr abwechslungsreich war und nicht das typische „Protagonistin mit abgrundtief gutem Herz“ -Ding. Jedoch war mir Adelina nicht durchweg sympathisch. Ich will nicht sagen, dass ich sie nervig oder nicht nachvollziehbar fand, aber der Funke ist nicht so wirklich komplett übergesprungen. 
Die anderen Charaktere, allen voran natürlich die Dolche, waren mit teilweise auch zu unnahbar. So wirklich warm bin ich nur mit Raffaele und Enzo geworden. Schade eigentlich, wobei ich aber auch deren Handlung und Charakterzüge sehr interessant fand. 


Schreibstil: Der Schreibstil ist und bleibt einfach genial. Marie Lu kann einfach unglaublich gut schreiben. Die Charaktere und Schauplätze werden so beschrieben, dass man sie sich als  Leser extrem gut vorstellen kann. Auch die Art & Weise, wie Lu die Geschichte erzählt hat, war einfach super flüssig und durchweg gut zu lesen. Da gibt's ein fetten Daumen nach oben! 


Alles in allem, hat mich dieser Reihenauftakt doch überzeugen können. Besonders das Setting, der Schreibstil, sowie die ersten und letzten 100 Seiten konnte sehr beeindrucken. Die Andersartigkeit von Adelina war grundlegend auch sehr gewinnend für die Geschichte und konnte dem Ganzen einen interessanten Mantel umlegen.
Auch, wenn die Geschichte im Mittelteil etwas zäher ist und ich mit den Charakteren nicht zu 100% warm geworden bin, so habe ich mich doch durch die Bank weg gut unterhalten gefühlt und stets Spaß beim Lesen gehabt! Potenzial nach oben ist aber definitiv auch noch da. 



An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 

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