[Rezension] Mindy McGinnis - Bis zum letzten Tropfen

8/04/2015

Titel: Bis zum letzten Tropfen
Originaltitel: Not a Drop to Drink
Autorin: Mindy McGinnis
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 318
Preis: 14,99€
Gelesen vom: 02.08.15 - 03.08.15
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 11. August 2014
Verlag: Heyne fliegt
Gibt es hier!

Das Cover
Ich liebe dieses Cover. Es passt nicht nur perfekt zur Geschichte, sondern ist auch noch ein echter Hingucker. Die braun-gelben Farben harmonieren sehr gut miteinander und man kommt mit den Augen gar nicht mehr los von diesem tollen Cover. 

Die Aufmachung
Bei diesem Buch ist die Aufmachung für den Verlag entsprechend typisch. Das Buch ist in der Breite ein wenig kleiner, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Es liegt gut in der Hand. Die Seiten haben eine schöne Dicke (falls man das so sagen kann) und die Schrift ist ausreichend "groß".

Worum geht’s? 
Nach einer Choleraepidemie und dem damit verbundenen Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Der Weiher hinter ihrem kleinem Haus, welches Lynn alleine mit ihrer Mutter bewohnt,  bietet eine mehr oder weniger sichere Wasserquelle. Lynn hat schon früh verstanden, dass sie diese um jeden  Preis beschützen muss. Nachdem Lynns Mutter von einem Kojoten schwer verletzt wird, ist Lynn auf sich alleine gestellt. Sie weiß, dass sie nicht alleine ihr Haus und den Weiher verteidigen kann. Unerwartet bekommt sie Hilfe. Hilfe, die ihr Leben verändern wird.

Meine Meinung
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen.
Anfangs war ich ein wenig erschrocken, von dem eiskalten Überlebenswillen, welchen Lynn und ihre Mutter an den Tag legen. Ohne mit der Wimper zu zucken, töten sie Überlebende. Doch nachdem Lynn auf sich gestellt ist und mit ihrem Nachbarn, Stebbs, in Kontakt tritt, wird Lynn zu einem anderen Menschen. Als dann auch noch die kleine, bezaubernde Lucy zu ihr kommt, verwandelt sich Lynn vollends. 
Mir hat dieser Wandel total gut gefallen. Lynn wird zu einer Protagonisten, die man einfach mögen muss. Obwohl, oder gerade wegen, ihren wenigen Erfahrungen über das für uns normale Leben, bringt sie teilweise sogar lustige Passagen in das Lesevergnügen. 
Das apokalyptische Setting hat mir ebenfalls toll gefallen. Es ist vielleicht nicht die allerneuste Idee, aber dennoch sehr toll ausgearbeitet und gar nicht mal allzu abwegig.
Die anderen Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Obwohl man in ihrer Situation eigentlich nur heulen könnte, sind sie so lebensfrohe Personen, die ich in mein Herz geschlossen haben, bevor ich es überhaupt bemerken konnte. 
Außerdem fand ich die ganz zarte Liebesbeziehung zwischen zwei Charakteren wirklich sehr unterhaltsam und mein Herz schluck bei jeder Andeutung auf die Beziehung ein wenig schneller. 
Mit dem flüssigen Schreibstil schafft die Autorin es den Leser zu fesseln und ihm zum weiterlesen zu bewegen. 
Das Ende, hätte definitiv positiver ausfallen können. Es war sogar sehr brutal und lies das Herz dann schon ein bisschen schmerzen.

Das Fazit
Alles in allem ein wirklich sehr gut gelungener Roman. Das dystopische Setting, welches durchaus real ist, die Charaktere, die einem ans Herz wachsen, und die anhaltende Spannung, sowie das Gefühl, dass man einfach weiterlesen muss verleihen diesem Buch definitiv verdiente 4 1/2 Sterne. Die Spannung hätte teilweise auch etwas länger anhalten können und das ein Ereignis am Ende hätte auch nicht sein müssen. Trotzdem eine ganz klare Kaufempfehlung. 
Ich hoffe sehr, dass Band 2 dieser Reihe ebenfalls übersetzt wird.



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