[Rezension] Virginia Boecker - Witch Hunter

10/27/2016

Originaltitel: The Witch Hunter
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 400
Preis: 17,95,-
Genre: Fantasy
Reihe: Band 1 der „Witch Hunter“ -Reihe
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
Verlag: dtv
Verlag | Thalia | Amazon

    
0.5. The Healer (Vorgeschichte - Englisch)
1. Witch Hunter 
1.5. The Chase (Zusatzgeschichte - Englisch)
2. Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit 


Wer ist Freund? Wer ist Feind?
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.


Mit gemischten Gefühlen bin ich an dieses Buch herangegangenen. Ich habe sehr positive aber auch äußerst negative Meinungen im Vorfeld mitbekommen & war deshalb umso gespannter, wie mir dieses Buch gefallen würde. Glücklicherweise gehöre ich zur positiven Fraktion! 

Setting: Sehr überrascht war ich davon, dass die Geschichte im 16. Jahrhundert spielt. Dementsprechend war natürlich das Setting ausgerichtet. Es war sehr einfach und mittelalterlich, wie man es eben aus Filmen kennt und es zu der Zeit üblich war. Fand ich sehr interessant, da die Geschichte damit mit den tatsächlichen Hexenverfolgungen und -hinrichtungen übereinstimmt. Auch wenn es sehr nahe liegt die Geschichte einer Hexenjägerin zu dieser Zeit einzusetzen, fand ich es doch unglaublich authentisch und passend!

Idee: Die Idee ist äußerst interessant! Eine Hexenjägerin - sehr erfolgreich wohlgemerkt - wird der Hexerei beschuldigt & soll verbrannt werden. Sie kann entkommen und schließt sich ihrem vermeintlich größten Feind an. Hört sich doch vielversprechend an, oder? 

Handlung: Anfangs war ich positiv von dem Realitätsbezug überrascht. Schnell bekam ich dann aber einen Dämpfer, denn es ist wie gesagt Fantasy & somit können die Zauberer und Hexen wirklich zaubern und hexen. Bin ich irgendwie anfangs nicht mit klar gekommen, ich dachte eher, es würde sich um eine vermeintliche Beschuldigung drehen ohne dass Hexerei etc. wirklich funktioniert, aber gut. 
Die Handlung war eigentlich durchweg interessant. Es war nicht zu langwierig, die Szenen wurden nicht unnötig in die Länge gezogen oder Sonstiges. Jedoch war es mir gerade am Anfang ein kleines bisschen zu vorhersehbar und noch nicht wirklich fesselnd. 
Munter habe ich dann die Geschichte weiterverfolgt, denn ich war trotz allem nicht von der Geschichte abgetan. Aber auch als ich mich damit abgefunden hatte, dass es Hexerei wirklich gibt & Elizabeth schließlich zum Feind gekommen ist, konnte ich irgendwie noch nicht richtig in die Geschichte abtauchen, weil mir irgendwas fehlte.
Die Geschichte verlief weiter, durchaus spannend und mit einigen Actionszenen, jedoch war da immer noch diese Blockade. Bis zu einem Punkt in der Geschichte & von da an war ich durchweg begeistert!
Ich fand es einfach so spannend die Geschichte weiterzuverfolgen, mitzurätseln wie die Gruppe eine Lösung finden könnte und einfach die Reise von da an zu verfolgen. 
Allgemein betrachtet war es vorher schon echt gut, aber erst nach dem bestimmten Punkt, der vielleicht für einige als normaler Handlungspunkt gesehen wird, was er eigentlich auch ist, wurde es eben erst für mich unglaublich überzeugend und extrem unterhaltend!

Charaktere: Elizabeth mochte ich sehr gerne, denn sie hat definitiv badass Tendenzen. Sie ist eine ausgebildete Jägerin und das merkt man ihr an (auch wenn ich finde, dass sie gar nicht so erfolgreich ist da die Autorin dies am Anfang selbst so darstellt, was ich irgendwie komisch finde)! Außerdem kommt sehr gut rüber, wie sie sich im  Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Gleiches gilt übrigens für Fifer, die ich schlussendlich auch extrem gerne leiden konnte. Die anderen beiden Hauptcharaktere fand ich persönlich auch gut ausgearbeitet, gerade John war durch seine Vergangenheit sehr interessant. 
Trotzdem hätten alle Charaktere noch ein Stückchen extremer sein können. Gerade Elizabeth hatte mehr Potenzial, noch ein bisschen tödlicher, ein bisschen hinterhältiger oder ein bisschen gerissener zu sein. Aber auch John könnte noch viel gebrochener, Fifer viel zickiger oder George noch tollpatschiger sein. 

Schreibstil: Auch, wenn ich mit dem Schreibstil recht gut klar gekommen bin, so fand ich ihn an einigen Stellen etwas verwirrend, da ich das Gefühl hatte, dass ich einfach etwas überlesen habe, was aber erst in der nächsten Zeile stand & das hat mir schlussendlich ein bisschen beim Lesen aufgehalten, sich jedoch im Laufe des Buches wieder gelegt.
Sonst habe ich nichts am Schreibstil auszusetzen und stehe diesem eher neutral gegenüber. War halt nicht schlecht aber auch nicht sehr besonders. 


Alles in allem eine klare Leseempfehlung. Wenn ihr Hexengeschichten mögt, dann solltet ihr euch diese Geschichte generell nicht entgehen lassen, aber auch wenn ihr euch nicht so sicher seid, so ist diese Geschichte doch ein guter Einstieg in die Welt der Hexen, denn es ist von den geschichtlichen Aspekten sehr realitätsgetreu, die Handlung ist sehr überzeugend, da es spannend, actionreich und ansprechend gestaltet ist & die Charaktere auch wirklich abwechslungsreich entworfen sind, auch, wenn sie hier und da mehr Potenzial hatten und auch die Geschichte ein bisschen mehr hätte sein können. 

Kommentare:

  1. Ich muss sagen, dass ich bisher keine einzige Rezension zu diesem Buch gelesen habe und versucht habe dem großen Hype darum zu entgehen :D Aber der Klappentext hört sich doch ganz gut an, vielleicht schau ich es mir mal genauer an :)

    Liebst, Lara.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi! :)

      Solltest du unbedingt, vielleicht gefällt es dir ja so gut, oder sogar noch besser, als mir! :)

      Liebe Grüße,
      Marius

      Löschen
  2. Heyy :D

    Nein, Fifer war zickig genug, Punkt 1 :D

    Zweitens: Tolle Rezension! Mir hat auch ein bisschen was gefehlt, als ich das Buch gelesen habe, es war gut, aber irgendwie war es einfach nicht so heftig spannend!
    Aber ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der dann hoffentlich spannender wird! :D

    Liebe Grüße,
    Magali

    P.S. sorry for the spam on Instagram :D

    AntwortenLöschen