[Rezension] Jennifer Estep - Frostkuss

11/24/2015

Quelle des Cover
Originaltitel: Touch of Frost
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preis: 9,99€ Kaufen?
Genre: Fantasy
Reihe: Band 1 der „Mythos Academy“ - Reihe
Erscheinungsdatum: 11.05.2015
Verlag: Piper

Reihenfolge der „Mythos Academy“ - Hexalogie
1. Frostkuss
2. Frostfluch
3. Frostherz
4. Frostglut
5. Frostnacht
6. Frostkiller


Das Cover
Mir gefällt dieses Cover richtig gut. Es schimmert so unglaublich toll und das eisblau passt perfekt zum Titel. Das Buch ist super geleimt, sodass man (wenn man es relativ vorsichtig liest) keine Leserille rein bekommt. Ich bin so gespannt, wie die Blume auf dem Buchrücken am Ende aussehen wird. 

Worum geht's?
Die 17-Jährige Gwen Frost besucht die Mythos Academy, ein Internat für die Nachfolger von Helden der Antike. Hier lernen Walküren, Spartaner und Wikinger, wie sie die Menschheit vor dunklen Gefahren schützen können. Auch Gwen hat eine besondere Gabe, doch die macht sie zur Außenseiterin: Weil sie durch die Berührung einer Person oder eines Gegenstands alles über ihn erfährt, zieht sich Gwen von allen anderen zurück. Als allerdings das beliebteste Mädchen der Schule ermordet wird und Gwen die Tat aus nächster Nähe miterlebt, muss sie sich mit dem faszinierenden Spartaner Logan verbünden, um die Tat aufzuklären. Sie erkennt, dass an der Mythos Academy jeder ein eigenes Geheimnis hat, und ihnen allen viel  Größere Gefahr droht als sie ahnen können ... (Quelle: Text im Buch)

Meine Meinung
Eine Zeit lang, hat man diese komplette Reihe überall auf Instagram und YouTube gesehen und wirklich jeder schwärmte von ihr. Demnach waren meine Erwartungen mehr als nur hoch gesteckt und ich ging mit voller Vorfreude an dieses Buch heran und wurde leider enttäuscht. Meine anfängliche Euphorie viel relativ schnell, ziemlich stark ab. Ich hatte schon Lust dieses Buch zu lesen, aber irgendwie auch nicht. Und diese Leselust zog sich durch das gesamte Buch.

Zuerst einmal kurz was zur Idee. Mir gefällt die Idee, dass auf dem ganz anderen Internat, wenn man es so nennen will, die mythologische Geschichte aufgegriffen wurde. Ich mochte die Idee der Spartaner, Walküren, der Wikinger und den ganzen anderen. Auch, gefiel mir der Aufbau der Schule sehr gut. Die einzelnen Häuser, die für meinen Geschmack zu wenig beschrieben wurde, denn so richtig habe ich eigentlich keine Ahnung, wie die Mythos Academy eigentlich aussieht, bis auf dass die sehr edel ist und ganz anders als eine Schule. Außerdem gefiel mir Gwens Gabe, die auf interessante Situationen hoffen lässt.

Kommen wir damit zu Gwen. Gwen war anfangs für mich eine gewöhnungsbedürftige Charakteren. Schnell wurde klar, sie ist Außenseiter und hat keine Freunde, was zum Teil an ihrer Gabe liegt und an der Tatsache, dass sie gar nicht auf diese Schule gehen will. Und das ist mit eines der Hauptprobleme für mich. Ich kaufe Gwen ihre ich-bin-ein-Opfer-und-habe-keine-Freunde-Schiene absolut nicht ab. Sie ist gemein und beleidigend den anderen Mitschülern gegenüber und wundert sich dann, dass sie keine Freunde hat. Komisch. Außerdem reibt sie es dem Leser ständig unter die Nase. Wenn man doch so alleine ist, dann streut man doch nicht noch mehr Salz in die schon so stark blutende Wunde, oder? 
Desweiteren störte mich ihre extrem naive Art. Sie glaubte nicht daran, dass die ganzen Mythen war waren und sie auf einer außergewöhnlichen Schule mit außergewöhnlichen Mitschülern war. Ich meine, bis auf die Tatsache, dass sie komplett mythologische Fächer und Mitschüler hat, bei denen Funken sprühen, wenn sie mit ihren Nägeln auf den Tisch klackern, ist ja absolut alles normal. Ich fand einfach diese naive Art sehr sehr störend.
Trotzdem hat sie auch ihre guten Seiten. Man merkt, dass der Tod ihrer Mutter sehr schmerzt, sie ihre Großmutter liebt, irgendwie doch lieber unter Gesellschaft wäre und eine schwere Bürde mit ihrer Gabe zu tragen hat. Außerdem glaube ich, dass sie ein wirklich guter Mensch ist, was die Tatsache ihrer Handlung durch Jasmines Tod beweist.

Leider gibt es noch einen weiteren Kritikpunkt: Das fast schon penetrante Aufzwingen von jeglicher sozialer Interaktion im sexuellen Bereich. Nahezu in jedem Kapitel wird beschrieben, dass irgendwer rum knutschte, in der Bibliothek Sex hatte oder andere Arten von sexuellen Handlungen vollzogen. Ich finde, in vielen Jugendbüchern wird dieses Thema unangetastet beiseite geschoben, aber in diesem Buch wird es dem Leser extrem stark aufgedrängt und das hat mir überhaupt nicht gefallen, zumal ich dachten, dieses Buch wäre ab dem Alter von 13-14 Jahren.

Dennoch war die Handlung dann gerade am Ende spannend und teilweise sogar sehr rasant, man war gespannt, wie sich alles auflösen wird, auch wenn es etwas vorhersehbar war, und mir gefiel der Handlungsstrang zwischen Gwen und Daphne wirklich sehr sehr gut. 

Mein Fazit
Alles in allem, kann man dieses Buch durchaus lesen. Die Protagonistin ist zwar etwas anstrengend, die Handlung auch nicht die aller aller spannendste aber die Idee ist wirklich richtig super. Außerdem glaube ich, dass dieser Band wirklich für den Einstieg gedacht ist und die Grundlage für die anderen 5 Bände legen soll. Deshalb kann man sich dieses Buch guten Gewissens kaufen und sich auf 5 weitere, hoffentlich tolle, Bände freuen.

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