[Rezension] Cassandra Clare - Lord of Shadows

1/08/2018

Originaltitel: Lord of Shadows
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 832
Preis: 19,99€ Kaufen?
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Reihe: Band 2 der „Die dunklen Mächte“ -Trilogie
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2017
Verlag: Goldmann 

      
1. Lady Midnight → Rezension
2. Lord of Shadows
3. Queen of Air and Darkness
Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist.

Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht ...

Direkt zu Beginn sticht der sehr humorvolle Schreibstil hervor. Die Charaktere harmonieren wunderbar miteinander und als Leser flammt sofort die alte Liebe zu der Blackthorn-Familie auf. 
Zwischen Julian & Emma lassen dabei besonders gut die Spannung spüren. Sie beide führen einen innerlichen Konflikt, welcher beim Lesen sehr treffend rüberkommt. Anfangs gefiel mir dieses so offensichtliche Katz -und Mausspiel noch recht gut, es wurde jedoch immer anstrengender, weil in meinen Augen einfach sehr offensichtlich war, was sie füreinander fühlen und dass sie sich beide etwas vormachen. Für mich war dieses „Liebesdrama“ irgendwie typisch Clare: zu langgezogen und eigentlich nicht wirklich authentisch weder noch wirklich notwendig. Aber gut, darüber lässt sich hinwegsehen. 

Denn die Geschichte ist einfach grandios. Obwohl ganz lange kein richtiger roter Faden in der Geschichte erkannt wird, so fand ich es trotzdem extrem unterhaltsam. Egal welcher Charakter auftauchte, ich habe ganz begierig die Seiten aufgesogen und wollte alles lesen, über was sie redeten oder was ihnen passierte.
Besonders cool fand ich da natürlich den Auftritt von altbekannten Charakteren, sei es in Los Angeles, in London oder Alicante, es war großartig und lies das Fan-Herz noch ein wenig höher schlagen! 
Neben den guten Referenzen zum ersten Band, fand ich besonders Kits Rolle sehr ansprechend. Durch ihn vermischte sich die menschliche Welt das aller erste Mal so richtig deutlich mit die der Schattenjäger, wodurch das Ganze nochmal viel glaubwürdiger und griffbereiter wirkte. 

Nach einem Einstieg, bei dem man noch einmal vor Augen geführt bekommen hat, wie viel Liebe in den Blackthorns steckt und wie unterschiedlich sie doch untereinander sind (sei es ein pummeliges Mitglied, ein Autist oder der skrupellose Retter), scheiden sich langsam aber sicher die Wege und es entstehen eigene Handlungsstränge.
Besonders überzeugen konnte mich das Feenreich. Sowohl der Dunkle, als auch der Lichte Hofen konnten in Punkto Authentizität und Atmosphäre auf voller Länge überzeugen, sodass das Mysteriöse der Feen, die Gefahr die von ihnen ausgeht und die dubiose Stimmung sehr gut auf den Leser wirken konnte. Ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen in dieser Welt, da die Handlung zwischen nervenaufreibenden und ruhigeren Szenen mit den actionreichen Szenen einherging. Spitzen Leistung!

Ebenfalls sehr schön fand ich die Rückkehr in das Londoner Institut und die damit verbundenen Rückblicke auf die Chroniken der Schattenjäger. Damit sprießte das Fan-Herz wohl endgültig auf und die Verwebungen zwischen den Geschichten wurden noch fester gesponnen. Ganz große Klasse. 

Außerdem muss ich meinen Hut vor der politischen Lage ziehen. Schattenjäger und Schattenweltler sind sich ferner denn je und dieser Hass, der teilweise von beiden Seiten ausgeht, kommt so gut rüber, dass ich förmlich die Bedrückung und die Gefühle aus dem Buch greifen konnte. Politisch in eine solche Richtung zu steuern lässt extrem viel Spielraum für einen fulminanten dritten Band, zumal die Blackthrons zwischen allen Stühlen stehen. 

Rundum, eine mehr als nur gelungene Fortsetzung. Dieser Band unterstreicht noch einmal, wie toll die Welt der Schattenjäger ist. Bis jetzt, ist diese Reihe sowohl von der Handlung her, als auch von den Charakteren, meine liebste. Ich muss das mitreißende Ende noch immer verkraften und warte auf heißen Kohlen sitzend auf den letzten und finalen Band! 

Eine Fortsetzung, die ich vielleicht hier und da ein wenig anders geschrieben hätte, die jedoch auf voller Länge überzeugen kann. Jeder, der die Schattenjäger liebt, wird sie hiernach nur noch mehr lieben und verzweifelter sein als vorher und jeder, den diese Welt nie ganz überzeugen konnte, der wird hiermit wohl endgültig dieser wahnsinns Geschichte verfallen! Riesengroße Leseempfehlung, ich habe selten ein Buch so genossen, wie dieses.


An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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