[Rezension] Emily St. John Mandel - Das Licht der letzten Tage

9/23/2015

Originaltitel: Station Eleven
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 409 Seiten 
Preis: 14,99€ 
Genre: (apokalyptischer) Roman
Reihe: Einzelband
Gelesen vom: 17.09.2015 - 22.09.2015
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Verlag: Piper
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Das Cover
Ich liebe dieses Cover! Die Farbwahl ist extrem gut getroffen. Mir gefallen die Blautöne, mir gefällt das Rosé, mir gefällt die Skyline, mir gefällt, dass der Himmel so „zerknittert“ aussieht. Ein wirklich sehr sehr ansprechendes und schönes Cover!

Worum geht’s?
Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön.
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer. (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung
Erstmal muss ich sagen, dass Emily St. John Mandel einen wunderschönen Schreibstil hat. Wäre dieser Schreibstil nicht so wundervoll, wäre alles nicht so toll be-und umschrieben, wäre er einfach nicht so wie er ist, hätte dieses Buch mich enormes Durchhaltevermögen gekostet.
In diesem Buch gibt es 2 Handlungsstränge, von denen sich aber wieder einige Abzweigen.
Den ersten und definitiv größten Handlungsstrang bildet der gute Arthur Leander. Von ihm gehen Handlungsstränge über seine Ex-Frauen, sein „letzter Helfer“, seine Geliebte und eigentlich sogar der 2 Handlungsstrang aus.
Arthur ist absolut-mega-berühmt und so ziemlich der Mittelpunkt des ganzen Buches, obwohl er direkt auf den ersten Seiten ins Gras beißt. Ich werde hier nicht Ausführen wie, warum und was alles passiert, aber es wird viel in der Vergangenheit von Arthur geschrieben. Wenn ich an dieser Stelle ganz ehrlich bin, war es nicht uninteressant, keineswegs, aber irgendwann fing es an langweilig zu werden und ein bisschen zu nerven, denn es hat die Geschichte nicht wirklich weitergebracht. Man hat lediglich erfahren, was Arthur für ein Mensch war und das war es. Es hatte keine Verbindung oder erhebliches Ausmaß auf das Leben nach dem Zusammenbruch.
Der Zusammenbruch kam übrigens Anfangs sehr sehr schnell, pausierte dann aber gut 3 oder 4 Teile lang. Fand ich ein bisschen schade, denn generell liest man sehr wenig über den Zusammenbruch an sich und wie die Menschen reagieren.
Im Mittelpunkt des 2. Handlungsstranges steht Kirsten, sie hatte schon einen kurzen Auftritt in der Zeit vor dem Zusammenbruch. Es geht allgemein um das Orchesters oder die Symphonie, je nachdem wie man es nennen möchte. Anfangs war mit die Idee des Orchesters extrem suspekt und widernatürlich, macht aber dann doch Sinn und entpuppte sich als grandioser Einfall. Leider kam mir das Orchester viel zu kurz. Hinter dieser Idee steckt so viel Potenzial und welches nicht komplett ausgeschöpft wurde. Die Charaktere waren sympathisch und ich hätte wirklich gerne mehr von ihnen Erfahren und gelesen, als ständig von Arthur.
Zum Ende hier wird es dann aber doch noch in einem gemäßigten Rahmen spannend, Fragen werden geklärt und es wird endlich mal auf das Leben 20 Jahre nach einer Apokalypse eingegangen.

Mein Fazit
So richtig weiß ich einfach nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Es war nicht wirklich schlecht oder langweilig, aber auch nicht vom Hocker reißend gut.
Der Schreibstil ist ganz große Klasse, die Idee ist wirklich gut, die Charaktere sind ansprechend und interessant gestaltet, alles in allem aber zu viel Arthur und belangloses Zeug. Ich will nicht sagen, dass die Geschichte schleppend vor sich hinplätschern würde aber man liest auch nichts wirklich actionreiches oder apokalyptisches. Es ist halt ein ganz normales Roman, mit teilweise apokalyptischen Flair.


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