[Rezension] Lauren Oliver - Panic

7/27/2015


Originaltitel: Panic
Autorin: Lauren Oliver
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 365 
Preis: 17,99€
Erscheinungsdatum: 21. November 2014
Verlag: Carlsen

Das Cover
Es haut mich nicht um, aber mir gefällt es. Ich mag den orange-rot gewählten Farbton für den Hintergrund und das Schwarz für die Klippe und die drei Personen. Was mir weniger gefällt ist das Gesicht des Mädchens. Lustig ist, dass ich erst nachdem ich das Buch beendet hatte und mir das Cover so wirklich angesehen habe, ein Gesicht erkennen konnte.   
Die Aufmachung
Die Aufmachung hat mir doch sehr gefallen. Es war abwechslungsreich, dass die Seitenanzahl mal am Rand in der Mitte der jeweiligen Seite stand. Zudem mochte ich sehr die Seiten, auf denen nur der Wochentag und der Monat angegeben waren. Die Seiten waren von passender dicke, die Schriftgröße war gut gewählt und die Kapitel hatten ebenfalls eine angemessene Länge. Alles in allem liegt das Buch sehr gut in der Hand. 

Worum geht’s?
Die Geschichte wird aus der Sichtweise von Heather und Dodge erzählt, wobei wir trotzdem aus der Sicht des personalen Erzählers lesen. Die Geschichte handelt von Heather, Dodge, Natalie und Bishop. Und von Panic.
Panic ist ein Spiel, welches von den Schulabgänger der High School von Carp gespielt wird. Am Tag nach dem Schulabschluss findet der Eröffnungssprung statt. Das Spiel erstreckt sich anschließend über den gesamten Sommer. Nach der letzten Runde bekommt der Gewinner den Jackpot, welcher in diesem Sommer bei 67000 Dollar liegt. Bei Panic geht es darum keine Angst zu haben, denn wer Angst hat, ist raus.

Meine Meinung
Schnell wird klar, dass Panic alles andere als harmlos ist. Das wird durch die Vorgeschichte der ehemaligen Sieger, aber auch durch die Aufgaben an sich deutlich. Die gestellten Aufgaben werden natürlich immer schwerer und sind meiner Meinung nach sehr interessant gewählt und versprechen Spannung. Die Charaktere konnten unterschiedlicher nicht sein. Trotzdem konnte ich mich doch mit Heather, Dodge, Nat und Bishop identifizieren. Anne war mit ihrem Anwesen und ihrem tollen Charakter ein wirklicher Segen. Ich habe mich schon ein kleines bisschen in ihre "Farm" und ihren so herzlichen Charakter verliebt, auch, wenn sie schon eine ältere Dame ist. Desweiteren hat mir sehr gut gefallen, dass beide Protagonisten einen sehr engen Zusammenhalt mit ihren Schwestern hatten und die Autorin dies auch durch die gesamte Geschichte immer wieder deutlich machte.
Weniger gefallen hat mir die Beziehung zu den Müttern. Die Mütter, gerade die Mutter von Heather, wurden beide als desinteressierte und asoziale Persönlichkeiten dargestellt. Die eine ist ständig besoffen und interessiert sich null für ihe Kinder, die andere ist hurt die ganze Zeit herum. Definitiv unsympathisch die beiden. Väter gab es übrigens weder bei Heather noch bei Dodge. Ebenfalls stört mich ein bestimmtes Ereignis auf Seite 300. Dieses Ereignis ist eigentlich fatal, scheint aber so richtig keinen der Charaktere zu jucken. Klar, ist passiert aber nun ja, ist halt so. Komm wir reden lieber über unsere Beziehung. Da habe ich mich doch ein kleines bisschen verarscht gefühlt. 
Alles halb so wild, kommen wir zum eigentlichen Problem und das war die eigentliche Idee des Buches: Panic. Für mich steckte wirklich so viel potenzial in dieser Geschichte. Panic hatte tolle Regeln und war interessant und aufregend gestaltet. Doch sobald dann endlich eine neue Runde mit einer neuen, schwereren Aufgabe begonnen und die Hände angefangen hatten feucht zu werden, war alles schon wieder vorbei. Das Spiel kam viel viel zu kurz. Und das fand ich doch sehr schade. 

Schöne Zitate
"Das war wahre Angst - dass man andere Menschen nie durchschaut, zumindest nicht völlig." S.255 
"Aber vielleicht nahm man seine Dämonen überallhin mit, genau wie seinen Schatten." S.350
"Es war so seltsam, wie das Leben voranschritt: die Wendungen und Sackgassen, die unerwarteten Gelegenheiten." S.351
"Alles ging vorbei; das war mit ein Grund dafür, warum es so schön war." S.365
"Es gab immer einen Weg nach oben und draußen und keinen Grund, Angst zu haben."   S.365
Mein Fazit
Alles in allem ein Buch, welches man durchaus lesen kann. Es ist nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Die Autorin hat aus diesem Buch nicht alles Potenzial geschöpft aber dennoch tolle und liebenswerte Charaktere erschaffen. Durch den guten Schreibstil, welcher mit teilweise witzigen Vergleichen und zum schmunzeln bringenden Passagen Eindruck hinterlässt, kein schlechtes Buch. Außerdem stimmt das Buch, gerade wegen der aller letzten, perfekten Seite, auch zum Nachdenken. Mein Tipp: Vielleicht nicht neu kaufen aber gebraucht, für einen guten Preis, eine gute Wahl.    
     


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